Artikel-Nr.: P003.0048
Informationen und Kultur
Subgenus: Utricularia
Sektion: Foliosa
Utricularia biceps ist u.a. neben U. tridentata und U. amethystina oder auch U. tricolor teil der Sektion Foliosa. Sie ist in Ost-Brasilien, in den campos rupestres (gebirgiges Ökosystem) endemisch in wächst dort in sandigen Böden oder quarzithaltigem Gestein
Sie ist einfach zu halten. Ihre bis zu 1,5 cm große Blüte ähnelt der von U. tricolor, mit einer dreifach gewölbte unteren Corolla, jedoch unterscheidet sie sich stark durch die zwei gelben Wölbungen („Augen“) mit unebener Oberfläche an den 12 bis 30 cm langen Blütenstielen [1].Sie bildet kurzes, oval-längliches Laub welches etwas breiter erscheint, jedoch wesentlich schmaler als zB das Laub von U. tricolor.
Quellen:
[1] Gonella & Baleerio (2018) Utricularia biceps (Lentibulariaceae), a new carnivorous species endemic to the campos rupestres of Brazil. Phytotaxa 376(5):214-222
Kultur/Information
Wie die meisten Utricularia sollte auch diese im Daueranstau stehen. Sie mag es in der Wachstumsphase gerne überflutet. Die Erde sollte richtig nass sein (vorsicht, bei Anstaunässe innerhalb der Wohnung immer darauf achten das gute Luftzirkulation herrscht und regelmäßig das Wasser gewechselt wird! Sonst droht Fäulnis- oder Schimmel oder auch Algenbildung!). Draußen macht Daueranstau ohne Wasserwechsel im Sommer keine Probleme, jedoch sollte auf Algenwachstum kontrolliert werden.
Ansonsten mag sie es warm. Zimmertemperatur reicht vollkommen aus – Temperaturen bei 25°C oder höher fördern jedoch das Wachstum unserer Erfahrung nach. Direkte Sonne in der Wohnung verträgt sie durchaus. Südfenster oder Ostseite bieten optimales Wachstum. Draußen sollte sie im Sommer aber nicht unbedingt in der prallen Mittagssonne stehen.
Im Winter kann sie am einfachsten sie warm gehalten werden. Die warme Kultur im Winter macht ihr nichts aus. Zusatzbeleuchtung fördert das Wachstum ungemein. Sie verträgt auch frostfreie, niedrige Temperaturen über 10 °C, kann also auch kühl überwintert werden – dann natürlich mit eingeschränktem Wachstum.
Das Substrat sollte locker sein, ein Torf-Perlit-Gemisch mit erhöhtem Quarzsand-Anteil hat sich bewährt. Utricularia brauchen nährstoffarmes, kalkfreies Substrat für optimales Wachstum. Gießen ausschließlich mit Regen-, Osmose- oder destilliertem Wasser. Letztere beiden Varianten eignen sich bei Utricularia besonders, da Algenwachstum bei nasser Kultur zumindest reduziert wird






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