Artikel-Nr.: P011.0006
Informationen und Kultur
Sarracenia purpurea und ihre ssp. haben das wohl größte Verbreitungsgebiet, wenn es um Klimazonen geht. Von den milden Temperaturen südwest- USAs bis hin zu den frostigen Gebieten Canadas kann man Varianten dieser Spezies finden. Ihren Namen verdank sie ihrern purpurnen Blüten. Manche Varianten vertragen Fröste um Temperaturen von bis zu – 30 C°, was sie zu der wohl winterhärtesten Schlauchpflanze macht. Obwohl endemisch auf dem amerikanischen Kontinent, gibt es mittlerweile auch in Europa ausgewilderte Gebiete.
Mit ihren nach oben gerichteten Deckeln sammelt sie Regenwasser, welches sie braucht, um mit ihren Verdauungsenzymen die gefangene Beute zu zersetzen (nebst anderen zersetzenden Bakterien welche natürlicherweise in den Schläuchen vorkommen können).
Die ssp. ‚venosa‘ kommt aus den wärmeren Gebieten des Südwestens der USA vor und ist demnach nicht ganz so winterhart wie zB ssp. purpurea. Dennoch, sie ist in Deutschland perfekt für den Moorkübel oder das Moorbeet geeignet, eben auch aufgrund ihrer kompakten Größe. Ebenso kann sie auch ganzjährig im Kalthaus gehalten werden. Sie sollte bestenfalls draußen in der vollen Sonne bei stets nassen Füßen gehalten werden. Das Gießen per Gießkanne von oben mittels Brause trägt dazu bei, dass auch bei langandauernder Dürre die Schläuche gut mit Wasser gefüllt sind. Gießen ausschließlich mit nährstoff- und kalkarmen Wasser (Regen-, destilliertem oder Osmosewasser).
Als Substrat eignet sich reiner Torf (zB im Moorkübel oder – Beet), sowie ein lockerer Mix aus Torf, Perlite und feiner Pinienrinde. Alternativ können auch torffreie Substrate basierend auf Kokosfasern, Holzwolle, feiner Pinienrinde und/oder Kanuma verwendet werden. Sand ist im Substrat von Sarracenia eher vernachlässigbar.
Im Kalthaus, Moorkübel oder Moorbeet verträgt S. purpurea ssp. venosa durchaus auch Fröste, insbesondere mit ordentlichem Sphagnumteppich um das Rhizom herum. Im Topf überwintert sollte sie im Kalthaus gehalten oder, noch sicherer, kalt und frostfrei gehalten werden. Besonders starke, langandauernde Fröste können ggf. für ssp. venosa gefährlich werden. Als grobe Richtlinie sollte bei längeren Zeiten unter -10° besser die Pflanzen geschützt werden. Einen genauen Scheitelpunkt gibt es hier aber nicht – man sollte sich, insbesondere in sehr kalten Gebieten Deutschlands, an die Kultur draußen herantasten.














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