Artikel-Nr.: P001.0003.O3
Informationen und Kultur
Diese Kulturvariante der Spezies binata zeichnet sich durch die fast weiße Farbe der Fangblätter aus, welche ihr den geisterhaften Namen verleiht. Sie ist eine Kulturvariante, welcher 2014 von Klaus Ivanez selektiert wurde, sowie 2018 in der ICPS registriert wurde (Carniv.Pl.Newslett.47:75 (2018)) und seit jeher sehr beliebt unter Züchtern ist. Die Blätter können häufig auch gelb gefärbt sein. Die blasse Färbung tritt häufig über das Jahr auf, kann aber an manchen Zeitpunkten kurzweilig wieder in die Grüne Färbung übergehen. Generell wächst sie sehr stabil, vielleicht einen Ticken langsamer als andere Binata-Formen (aufgrund des verringerten Chlorophyll-Anteils?). Dennoch wächst sie stetig und kann im Sommer schon eine gute Größe erreichen.
Drosera binata, der gegabelte Sonnentau, besticht durch seine verzweigten Fangblätter. Diese Spezies kommt in den Regionen um Süd- und Ost-Australien, Tasmanien und Neuseeland vor. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Kulturformen unter Züchtern. Mit ihren Tautropfen an den Tentakeln fängt sie Insekten und verdaut diese anschließend. Aufgrund der gegabelten Blätter ist sie besonders effektiv beim Insektenfang.
Die Kultur ist denkbar einfach: Diese Pflanze braucht sehr viel Licht! Direkte Sonne ist optimal. Im Sommer kann sie draußen in der prallen Sonne stehen, solange die Erde stets nass bleibt. Anstauverfahren ist ratsam. Ansonsten bietet sich das Fensterbrett gen Südseite an. Eine optimale Lichtmenge signalisiert diese Pflanze durch Bildung großer Tautropfen. Haltung im Terrarium ist möglich, dennoch sollte man die Größe der Pflanze (Höhenwachstum) dabei im Auge behalten.
Diese Drosera-Spezies ist nur bedingt winterhart und sollte im Winter bei natürlich-reduziertem Wintertageslicht und frostfreien Temperaturen um die 10 °C ruhen. Dabei sterben nach und nach die Blätter und Stiele ab und die Pflanze zieht sich unterirdisch zurück. In dieser Zeit sollte sie auch nur leicht feucht, in keinem Falle nass, gehalten werden.
Wer auch im Winter eine prächtige Pflanze mit vielen Tautropfen behalten möchte, kann diese auch warm durchkultivieren. Wichtig ist hierbei aber künstliches Zusatzlicht in Form von Pflanzen-Lampen (12-16 Stunden/Tag). Zusätzliche Beleuchtung fördert ihr Wachstum während der Wintermonate und man kann auch im Winter Wurzel- und Blattstecklinge zur Vermehrung heranziehen. Dies sichert den Bestand der Pflanze für das Folgejahr.
Wenn sie bei Zimmertemperatur und gleichzeitigem niedrigen/kurzen Wintertageslicht gehalten wird, also am Fensterbrett in der Wohnung, ist das Risiko wesentlich höher, dass die Pflanze im Folgejahr nicht so kräftig austreibt wie nach einer Winterruhe oder sogar völlig eingeht. Dementsprechend ist die kühle- aber frostfreie Überwinterung zu empfehlen.
Die Pflanze wird in einem Weißtorf-Perlit-Quarzsand-Gemisch gehalten. Wie die meisten Drosera bildet sie ein großes Wurzelsystem. Es ist daher ratsam sie baldmöglichst umzutopfen, sobald die ersten Wurzeln aus dem Topf unten rausschauen. Je mehr Platz bei den Füßen, desto stabiler wächst sie. Weiterhin ist es aufgrund der hohen Verzweigungen als erwachsene Pflanze ratsam, die Stiele zu stabilisieren, oder man hängt den Topf auf, dann wachsen die verzweigten Fangblätter nach unten. Gießen ausschließlich mit Regen-, Osmose- oder destilliertem Wasser.













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