Artikel-Nr.: P003.0020
Informationen
Eher noch selten im Umlauf befindend, stammt dieser aquatischer, bedingt-winterharter Wasserschlauch von der Ostküste der USA, wo er in Süßgewässern anzutreffen ist. Sie bildet unter Wasser große, verzweigte filigrane Stolone mit großen Fangblasen. Im Sommer bildet sie gelbe Blütenstiele aus aufgeschwollen Stolonen an der Wasserobefläche. Sie ist relativ wüchsig – braucht dafür aber klares, nährstoffarmes Wasser.
Kultur
Dieser besondere aquatische Wasserschlauch bildet im Sommer sternförmige Auswüchse, welche an den Enden mit Fangorganen ausgebildet sind. Die Pflanze wirkt dann wie aufgeblasen („inflated“) an der Oberfläche, aus deren Zentrum eine gelbe Blüte hervorgehen kann. Unter der Wasseroberfläche bildet sie ein weit verbreitetes Geflecht mit Fangorganen an den Stolonen. Abseits der Sommertage verbleibt die Pflanze in ihrer Wuchsform unter Wasser. Im Winter bildet sie, je nach Kälte, Turionen oder verbleibt als Stolon etwas tiefer im Wasser.
Die Haltung draußen in ausreichend tiefen Wasser ist optimal. Je nach geografischer Lage in DE sollte ein ausreichend tiefes Behältnis für die Haltung gewählt werden. Unserer Erfahrung nach reicht zB ein in der Erde eingegrabener Baukübel von 60 L locker aus. Zusätzlich sollten im Wassergefäß Starkzehrer angesiedelt werden, zB Seerosen, welche das Wasser, insbesondere im Sommer, klar halten. Eine gewisse Winterhärte aufgrund ihres Vorkommens an der südlichen- bis zentralen Ostküste der USA ist vorhanden. Es sollte bei Haltung draußen jedoch auf ausreichend tiefe Gefäße/Teiche geachtet werden, welche am Grund frostfrei bleiben. Generell sollte die Winterhärte, je nach Region in Deutschland, mit Teilstücken ausprobiert werden. Die Haltung in einem Becken innerhalb des Kalthauses kann hier auch Abhilfe schaffen.
Die Haltung ist, wenn auch mit etwas mehr AUfwand verbunden, auch drinnen möglich, in einem wasserdichten Behälter. Bestenfalls Südfenster. Die Haltung kann in jeglichem Behälter erfolgen. Der Behälter sollte möglichst mit destilliertem- oder Osmosewasser gefüllt sein, da Regenwasser nach einiger Zeit das Risiko der Algenbildung erhöht (häufigerer Wasserwechsel nötig). Hierzu ist eine kleine Schicht an Torf am Grund des Beckens vorteilhaft, welcher zB mit Sand bedeckt wird. Der Torf senkt den pH-Wert des Wassers und kann das Risiko von Algenbildung verringern. Dennoch sollte regelmäßig das Wasser untersucht und ggf. ausgetauscht werden. Alternativ kann sie in einem Behälter ohne Torf am Boden gehalten werden. Das vereinfacht den Wasserwechsel. Eine leichte Düngergabe pro Monat (Karnivorendünger) kann dabei das Wachstum verbessern. Hier kann man etwas experimentieren. Wichtig ist nur, dass das Wasser regelmäßig ausgetauscht wird. Nach Überwinterung drinnen muss eine Eingewöhnungsphase beim Transfer nach draußen erfolgen. Im Sommer kann der Wasserschlauch mit Sicherheit nach Eisheiligen draußen gehalten werden.
Generell sollte bei Haltung verschiedener Utricularia draußen in verschiedenen Becken darauf geachtet werden, das Amphibien zB keine Teilstücke zwischen den Becken ,,kreuzkontaminieren“, wenn man keinen „Utri-Salat“ in einem Becken haben möchte.






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