Artikel-Nr.: P003.0054
Informationen und Kultur
Genus: Utricularia
Subgenus: bivalvaria
Sektion: Oligocysta
Utricularia prehensilis ist ein afrikanischer Wasserschlauch mit relativ großem Laub und großen, kräftigen, gelben Blüten. Sie stammt aus dem tropischen Afrika bzw. ist auch in Madagascar endemisch. Dort wächst sie in kargen, überfluteten Graslandschaften, Sumpfgebieten. In manchen Teilen Afrikas (zB Tansania) auch bis Höhen um die 2000m.
Neben den großen Stolonen und Blüten macht diese Spezies insbesondere ihre windenden Blütenstiele aus, welche sich regelrecht um alles Winden was in der Nähe ist (inkl. andere Blütenstiele). Tatsächlich winden diese sich immer rechtsdrehend. Weiterhin kann man diese Art auch fast sub-aquatisch kultivieren. Regelmäßiges Überfluten in der Wachstumsphase (=Sommer) fördert das Wachstum. Ihre großen Blüten sind hellgelb und mit ihren bis zu 2 cm für terrestrische Utris relativ groß, was aber auch zu anderen Spezies aus der Sektion Oligocysta passt (zB. graminifolia, laxa, odorata, reticulata, delphinioides…). Diese Spezies ist auch leicht zu verwechseln mit U. involvens, welche ähnlich sich windende Blütenstiele und eine gelbe große Blüte ausbildet. Unterscheiden lässt sich U. prehensilis aber durch die obere Corolla (oberer Blütenteil), welche bei U. prehensilis wesentlich schmaler ist als bei U. involvens.
U. prehensilis wächst sehr schnell und auch gerne aus den Töpfen unten heraus, bei uns hat sie auch mal gerne andere Töpfe infiltriert – sie ist sehr Wasser-affin 😉 – dennoch sollte man die bei der Kultur mit zB anderen Pflanzentöpfen gleich nebenan beachten. Ansonsten hat man sehr schnell einen gut durchwachsenen Topf mit dieser Spezies – sie ist also sehr dankbar.

Temperatur: alles von 20-30°C kein Problem
Wasser: Wie bereits erwähnt, gerne überflutet.
Substrat: Weißtorf-Perlit-Sandgemisch mit erhöhtem kalkfreien Sandanteil optimal.
Im Sommer: Kann nach Eisheiligen auch draußen oder im Gewächshaus gehalten werden. Starke Mittagssonne vermeiden, besser ist Ost oder Westlage. In der Wohnung gerne ans Südfenster – so viel Licht wie möglich.
Im Winter: So hell wie möglich. Warme Kultur mit Kunstlicht fördert das Wachstum ungemein. Es geht aber auch ohne Kunstlicht, idR bleiben die Blüten dann aus und das Laub wirkt etwas schmächtiger – ist aber gar kein Problem.
Eine ganzjährige Kultur im Terrarium ist auch wunderbar möglich – nur die Ausbreitung dieser pflanze im Auge behalten!
Im Grunde kann sie also wie die meisten anderen terrestrischen Utris gehalten werden.









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